Die Herzinsuffizienz ist eine chronische und fortschreitende Erkrankung, die auf eine strukturelle und/oder funktionelle Anomalie des Herzens zurückzuführen ist, welche zu einer unzureichenden Herzleistung in Ruhe und/oder bei Belastung führt.1 Weltweit sind mehr als 64 Millionen Menschen von Herzinsuffizienz betroffen.2
Trotz erheblicher Verbesserungen der Therapien sind Morbidität und Mortalität nach wie vor hoch: ca. 15% der Patient:innen sterben innerhalb eines Jahres, ca. 50% innerhalb von 5 Jahren nach der Diagnose.3 Damit ist die Überlebensrate schlechter als bei einigen der häufigsten Krebserkrankungen.4
In Österreich leiden bis zu 300.000 Menschen an Herzinsuffizienz5, basierend auf Hochrechnung internationaler Daten.1 Das Risiko für eine Herzinsuffizienz nimmt mit dem Alter zu und die Prävalenz bei alten Menschen (≥85 Jahre) beträgt bis zu 21%.6
Häufigste Ursachen in Europa und mit ca. 70–90% verantwortlich für das Entstehen einer Herzinsuffizienz sind die koronare Herzkrankheit und die arterielle Hypertonie.2,7
Viele Herzinsuffizienz-Patient:innen leiden unter Begleiterkrankungen, die die Prognose negativ beeinflussen:8-10
Es wird unterschieden zwischen HFrEF (Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion), HFmrEF (Herzinsuffizienz mit leicht reduzierter Ejektionsfraktion) und HFpEF (Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion).1
Bei Patient:innen mit erhaltener Ejektionsfraktion (≥50%) konnten lange nur Symptome gelindert werden.1 Seit 2023 empfehlen die ESC Herzinsuffizienz Leitlinien SGLT2-Inhibitoren über den gesamten Bereich der Ejektionsfraktion.11 Ebenfalls wird ein Schleifendiuretikum (falls notwendig) empfohlen, sowie die Behandlung der zugrundeliegenden Ätiologie sowie Komorbiditäten.11
ACE-I: Angiotensin-Converting-Enzym-Inhibitor; ARNI: Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor; ESC: European Society of Cardiologiy; LVEF: linksventrikuläre Ejektionsfraktion; MRA: Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist; SGLT-2-I: Natrium-Glukose-Transporter 2-Inhibitor.
Referenzen:
AT-16528 03/2026