AT-16580, 03/2026
Eierstockkrebs ist eine Krebsart, die in den weiblichen Fortpflanzungsorganen entsteht, die Eizellen produzieren und speichern (Eierstöcke). Er entsteht, wenn sich abnorme Zellen des Eierstocks unkontrolliert teilen und vermehren.1
Etwa 90% der Ovarialkarzinome sind epitheliale Tumore, die vor allem bei Frauen nach der Menopause auftreten. Weitere seltenere Arten von Eierstockkrebs umfassen Keimzelltumore und Keimstrang-Stromatumore.1
Eierstockkrebs ist die tödlichste Krebsart in der Gynäkologie. Weniger als die Hälfte der Patientinnen überlebt mehr als fünf Jahre nach der Diagnose.2 Bei Eierstockkrebs im Frühstadium (FIGO Stadium 1 und 2) beträgt die Überlebensrate 80-90%, bei Eierstockkrebs im Spätstadium (FIGO Stadium 3 und 4) dagegen nur 25%.3
Mehr als 75% der betroffenen Frauen werden in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, da die Erkrankung im Frühstadium in der Regel asymptomatisch ist und die Symptome im Spätstadium der Erkrankung unspezifisch sind.2
In Österreich erkranken jährlich etwa 700 Frauen an Eierstockkrebs und mehr als 450 Frauen sterben an der Erkrankung. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt gemäss aktuellen Zahlen in Österreich 44,8%.4
Die grössten Risikofaktoren für Eierstockkrebs sind das fortschreitende Alter und eine familiäre Vorbelastung mit Eierstock- und/oder Brustkrebs.2 Zu den genetischen Risikofaktoren gehören Mutationen im BRCA1- oder BRCA2-Gen (etwa 21% der Patientinnen).5
Außerdem scheint eine hohe Anzahl an Eisprüngen im Lebensverlauf (frühe erste Periode, späte Wechseljahre, Kinderlosigkeit) das Risiko zu erhöhen. Auch starkes Übergewicht und Diabetes steigern die Wahrscheinlichkeit, an Eierstockkrebs zu erkranken.6
Es gibt keinen wirksamen Screening-Test, so dass die wichtigste Aussicht auf eine Frühdiagnose in einer verbesserten Erkennung einer symptomatischen Krebserkrankung besteht.3
Das Stadium des Eierstockkrebses bestimmt die Behandlung und ist auch der wichtigste Faktor für die Prognose.10 Das Stadium wird durch eine Operation bestimmt, bei der die Eierstöcke und andere gynäkologische Organe sowie Lymphknoten und andere Gewebe, auf die sich der Krebs ausgebreitet haben könnte, untersucht bzw. entfernt werden.10
Referenzen:
BRCA1/2, BReast CAncer gene 1/2; FIGO, Fédération Internationale de Gynécologie et d'Obstétrique; PARPi, Poly(ADP-ribose)-Polymerasen-Inhibitor.
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