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Hämatologie

Fachspezifische Details über die häufigste Form der Leukämie

Leukämie ist eine maligne Erkrankung des Blutes, die durch veränderte hämatopoetische Vorläuferzellen und eine diffuse Infiltration des Knochenmarks gekennzeichnet ist.1

 

Im Jahr 2022 machten Leukämien weltweit etwa 2,5% aller Krebsneuerkrankungen aus und waren die Ursache für über 300.000 Todesfälle.2 In Österreich erkranken jährlich rund 1.300 Menschen neu an Leukämie.3

 

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) macht weltweit 25-30% aller Leukämieerkrankungen aus4 und betrifft hauptsächlich ältere Menschen: das Durchschnittsalter bei der Diagnose beträgt 70 Jahre. Die Inzidenz der CLL ist bei Männern etwa zweimal höher als bei Frauen.4

 

Zu den Risikofaktoren für Leukämie gehören Rauchen, die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien, Chemotherapie in der Vergangenheit, Strahlenbelastung, seltene angeborene Krankheiten, bestimmte Blutkrankheiten, die Familiengeschichte, das Alter und das Geschlecht.1 Bei CLL ist die genetische Veranlagung der wichtigste Risikofaktor. Genetische Faktoren sind für ca. 35 % der CLL-Erkrankungen verantwortlich.5

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Risikofaktoren

Der wichtigste Risikofaktor für CLL ist die genetische Veranlagung5

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Epidemiologie

CLL betrifft hauptsächlich ältere Menschen; Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen4

Symptomen hamatologie

Symptome

CLL-Patient:innen sind zum Zeitpunkt der Diagnose zumeist klinisch asymptomatisch. Häufig wird die Erkrankung erst im Zuge einer routinemäßigen Blutuntersuchung entdeckt. Folgende Symptome werden häufig beobachtet:

  • Schwäche, Müdigkeit und Erschöpfung
  • Fieber und Infektionen
  • Starkes Schwitzen oder Nachtschweiß
  • leichte Blutungen und blaue Flecken
  • wiederkehrendes Nasenbluten
  • Petechien (punktförmige Hautblutungen)
  • Atemnot
  • geschwollene Lymphknoten
  • Appetitlosigkeit oder ein frühes Sättigungsgefühl
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Knochen- und Gelenksschmerzen
  • Bei Patientinnen: längere oder stärkere Menstruationsblutungen
Diagnose hamatologie

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch ein Differentialblutbild, welches entweder veranlasst wird, um bestimmte Beschwerden abzuklären oder routinemäßig bei einer allgemeinen Gesundheitsuntersuchung. Zeigt die Untersuchung ungewöhnliche Werte, zum Beispiel sehr hohe oder sehr niedrige Mengen an roten oder weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen, werden weitere Tests durchgeführt.

behandlung hamatologie

Behandlung

  • Bei Patient:innen mit asymptomatischer Erkrankung werden Betroffene anstelle einer Therapie vorerst regelmäßig untersucht und auf ihre Blutwerte getestet.
  • Bei Patient:innen mit symptomatischer Erkrankung kommen verschiedene zielgerichtete Therapien zum Einsatz, beispielsweise Antikörper. Chemotherapien werden nur noch in seltenen, geprüften Ausnahmefällen eingesetzt.

 

Referenzen:

 

  1. Huang J, et al. Disease Burden, Risk Factors, and Trends of Leukaemia: A Global Analysis. Front Oncol. 2022 Jul 22;12:904292.
  2. Bray, F., et al (2024). Global cancer statistics 2022: GLOBOCAN estimates of incidence and mortality worldwide for 36 cancers in 185 countries. CA: A Cancer Journal for Clinicians, 74(3), 229–263.
  3. Statistik Austria, online verfügbar: https://www.statistik.at/fileadmin/publications/Krebs-2024_Webversion-barrierefrei_Rev1.pdf, aufgerufen am 26.02.2026
  4. Yao Y, et al. The global burden and attributable risk factors of chronic lymphocytic leukemia in 204 countries and territories from 1990 to 2019: analysis based on the global burden of disease study 2019. Biomed Eng Online. 2022 Jan 11;21(1):4.
  5. Brown JR. Clinical Risks for Chronic Lymphocytic Leukemia. J Natl Compr Canc Netw. 2024 Apr;22(3):e247020.

 

AT-16438 03/2026

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