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Asthma

Asthma im Überblick

Asthma bronchiale ist eine heterogene und chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der Betroffene aufgrund einer Verengung der Atemwege unter Anfällen von Atemnot leiden. Der Entzündungsprozess führt zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreagibilität) gegenüber verschiedenen äußeren Reizen. Asthma betrifft sowohl Kinder als auch Erwachsene und ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern.

 

Im Jahr 2019 waren weltweit schätzungsweise 262 Millionen Menschen von Asthma betroffen und 455.000 Menschen sind an Asthma gestorben.

Die grundlegenden Ursachen von Asthma sind noch nicht vollständig geklärt. Risikofaktoren für Asthma im Kindes- und Erwachsenenalter beinhalten:

 

  • Genetische Disposition
  • Rauchen/Exposition gegenüber Zigarettenrauch
  • Allergenexposition in Innenräumen/ berufsbedingte Exposition
  • Allergien (z.B. allergische Rhinitis)
  • Luftverschmutzung
  • Virusinfektionen der Atemwege
  • Übergewicht
  • Stress


Es wurden viele klinische Phänotypen von Asthma identifiziert, wobei die häufigste Form allergisch bedingtes Asthma ist, das oft mit einer eosinophilen* Entzündung der Atemwege einhergeht. Bei bis zu 84% der Patinent:innen mit schwerem Asthma ist ein eosinophiler Phänotyp sehr wahrscheinlich.

*Eosinophile Granulozyten sind eine spezielle Art von weißen Blutkörperchen, die zu unserem Immunsystem gehören. Bei Asthma spielen diese Zellen eine zentrale Rolle: Sie wandern in die Atemwege ein und setzen dort Substanzen frei, die Entzündungen verursachen können. Diese Entzündungen führen dazu, dass: - Die Atemwege anschwellen und sich verengen - Mehr Schleim produziert wird - Die Atemwege überempfindlich auf Reize reagieren. Das Ergebnis: Atemnot, Husten und pfeifende Atemgeräusche – die typischen Asthma-Symptome. Bei vielen Asthma-Patienten findet man erhöhte Mengen dieser eosinophilen Granulozyten in den Atemwegen und im Blut. Man spricht dann von eosinophilem Asthma, einer bestimmten Form der Erkrankung.

Asthma pravalenz symbol

Prävalenz

Die Prävalenz von Asthma hat in den letzten Jahrzehnten weltweit zugenommen

Asthma effekt osterreich

Österreich

Ca. 10% der Kinder und 5% der Erwachsenen in Österreich leiden unter Asthma.

Symptome asthma

Symptome

Asthma ist gekennzeichnet durch folgende Symptome:

 

  • pfeifende Atemgeräusche
  • Kurzatmigkeit
  • Engegefühl in der Brust
  • Husten

 

Die Symptome variieren in ihrer Intensität und über die Zeit. Sie werden begleitet von einer variablen Einschränkung des exspiratorischen Luftstroms.

 

Die Symptome verschlimmern sich manchmal plötzlich erheblich, was als Asthmaanfall oder Exazerbation bezeichnet wird. Häufig sind die Symptome nachts oder bei körperlicher Anstrengung schlimmer.

Diagnose asthma

Diagnose

Asthma wird auf Grundlage der typischen Atemwegssymptome zusammen mit physiologischen Anzeichen einer variablen Einschränkung des exspiratorischen Luftstroms diagnostiziert.

 

Mit der Spirometrie lassen sich sowohl die Einschränkung des Luftstroms als auch das Ansprechen auf Bronchodilatatoren beurteilen. Bronchiale Provokationstests ermöglichen eine nichtinvasive Bewertung der Hyperreaktivität der Atemwege. Die Analyse von Blut und Sputum auf eine Eosinophilie und die Messung des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO) können dazu beitragen, eine für einige Asthma-Phänotypen charakteristische Atemwegsentzündung nachzuweisen.

Behandlung asthma

Behandlung

Asthma gilt als unheilbar, aber gut behandelbar. Die langfristigen Ziele der Asthmabehandlung bestehen darin, eine gute Symptomkontrolle zu erreichen und das künftige Risiko einer asthmabedingten Sterblichkeit, von Exazerbationen und anhaltenden Einschränkungen des Luftstroms zu minimieren.

 

Bei der Behandlung von Asthma werden meistens folgende inhalative Medikamente verwendet:

 

  • Bronchodilatatoren, die die Atemwege öffnen und die Symptome lindern
  • Steroide, die die Entzündung in den Atemwegen verringern, was die Asthmasymptome verbessert und das Risiko schwerer Exazerbationen verringert.

Bei Patient:innen mit schwerem Asthma, die trotz der Behandlung mit inhalativen Kortikosteroiden und  langwirksamen Beta₂-Agonisten eine schlechte Symptomkontrolle und/oder Exazerbationen aufweisen, wird eine phänotypische Beurteilung und die Erwägung einer Zusatztherapie mit langwirksamen muskarinischen muskarinische Antagonisten (LAMA), Antibiotika, Biologika oder als letztes Mittel auch orale Kortikosteroide empfohlen.

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AT-16635, 05/2026